MRD (Minimal Residual Disease) oder Minimal Residual Disease bezeichnet eine kleine Anzahl von Krebszellen (Krebszellen, die nicht auf die Behandlung ansprechen oder resistent gegen sie sind), die nach der Krebsbehandlung im Körper verbleiben.
MRD kann als Biomarker verwendet werden. Ein positives Ergebnis bedeutet, dass nach der Krebsbehandlung noch Restläsionen nachweisbar sind (es werden Krebszellen gefunden, und diese Restkrebszellen können nach der Krebsbehandlung aktiv werden und sich vermehren, was zu einem Wiederauftreten der Krankheit führt), während ein negatives Ergebnis bedeutet, dass nach der Krebsbehandlung keine Restläsionen nachweisbar sind (es werden keine Krebszellen gefunden).
Es ist bekannt, dass MRD-Tests eine wichtige Rolle bei der Identifizierung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im Frühstadium (NSCLC) mit hohem Rezidivrisiko und bei der Steuerung der adjuvanten Therapie nach radikaler Operation spielen.
Anwendungsfälle für MRD:
Für operablen Lungenkrebs im Frühstadium
1. Nach radikaler Resektion von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im Frühstadium deutet eine MRD-Positivität auf ein hohes Rezidivrisiko hin und erfordert eine engmaschige Nachsorge. Eine MRD-Überwachung wird alle 3-6 Monate empfohlen;
2. Es wird empfohlen, perioperative klinische Studien zu operablem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs auf der Grundlage der MRD durchzuführen und möglichst viele perioperative Präzisionsbehandlungsoptionen anzubieten;
3. Es wird empfohlen, die Rolle der MRD bei beiden Patiententypen, also bei Patienten mit positivem bzw. negativem Treibergen, separat zu untersuchen.
Bei lokal fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs
1. MRD-Tests werden für Patienten empfohlen, die sich nach radikaler Chemoradiotherapie bei lokal fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs in vollständiger Remission befinden. Sie können dazu beitragen, die Prognose zu bestimmen und weitere Behandlungsstrategien zu entwickeln.
2. Klinische Studien zur MRD-basierten Konsolidierungstherapie nach Chemoradiotherapie werden empfohlen, um möglichst genaue Optionen für die Konsolidierungstherapie bereitzustellen.
Bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs
1. Es gibt einen Mangel an relevanten Studien zur MRD bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs;
2. Es wird empfohlen, bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, die sich in vollständiger Remission befinden, nach systemischer Therapie eine MRD-Untersuchung durchzuführen, da dies zur Beurteilung der Prognose und zur Formulierung weiterer Therapiestrategien beitragen kann;
3. Es wird empfohlen, bei Patienten in vollständiger Remission Forschungen zu MRD-basierten Behandlungsstrategien durchzuführen, um die Dauer der vollständigen Remission so weit wie möglich zu verlängern, damit die Patienten ihren Nutzen maximieren können.

Es zeigt sich, dass aufgrund des Mangels an relevanten Studien zur MRD-Detektion bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs der Einsatz der MRD-Detektion in der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs nicht eindeutig belegt ist.
In den letzten Jahren haben Fortschritte in der zielgerichteten Therapie und der Immuntherapie die Behandlungsperspektiven für Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC revolutioniert.
Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass einige Patienten ein Langzeitüberleben erreichen und mittels Bildgebung sogar eine vollständige Remission erzielt werden kann. Da einige Patientengruppen mit fortgeschrittenem NSCLC das Ziel des Langzeitüberlebens zunehmend erreichen, ist die Überwachung des Krankheitsrezidivs zu einem wichtigen klinischen Thema geworden. Ob die MRD-Bestimmung dabei eine wichtige Rolle spielen kann, sollte in weiteren klinischen Studien untersucht werden.
Veröffentlichungsdatum: 11. August 2023
中文网站